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Col de la Loze – Höchster Radpass Frankreichs

Jonas Felix Wagner Becker • 2026-04-09 • Gepruft von Elias Hoffmann

Der Col de la Loze thront auf 2304 Metern Höhe in den französischen Alpen als asphaltierte Verbindung zwischen Méribel und Courchevel. Als höchster für Radfahrer freigegebener Pass seiner Art bietet er eine spektakuläre Route durch das Skigebiet Trois Vallées, die ausschließlich für unmotorisierte Fahrzeuge reserviert bleibt.

Die Strecke, 2019 aus einer ehemaligen Skipiste entwickelt, vereint alpine Herausforderung mit Panoramablicken auf den Mont Blanc und die umliegenden Gipfel. Seit seiner Eröffnung etablierte sich der Pass schnell als feste Größe im Radsport, insbesondere als Schauplatz anspruchsvoller Tour-de-France-Etappen.

Zwischen steilen Rampen von über 20 Prozent Steigung und der autofreien Bergwelt entfaltet der Col de la Loze seine einzigartige Doppelfunktion: Im Winter dient er als Piste für Skifahrer, während er in den Sommermonaten Radprofis und Hobbyfahrer gleichermaßen anzieht.

Wo liegt der Col de la Loze?

Höhe: 2.304 m
Lage: Méribel/Courchevel, Savoie
Region: Trois Vallées
Koordinaten: 45.452664° N, 6.56668° E
  • Höchster asphaltierter Pass Frankreichs mit ausschließlicher Radnutzung
  • Verbindet die Skigebiete Méribel und Courchevel auf 7 bzw. 6,5 Kilometern
  • Integriert in die Route des Grandes Alpes und die Via 3 Vallées
  • Dritthöchster Pass der Savoie nach Iseran und Galibier
  • Vollständig autofrei – Zugang nur per Rad oder zu Fuß
  • Entstanden aus ehemaligem Almweg und Skipiste
  • Panoramablicke auf Mont Blanc, Grande Casse und Saulire
Fakt Details
Höhe über Meer 2304 m (Quellen nennen auch 2305 m)
Geografische Lage Französische Alpen, Département Savoie
Verbindung Méribel ↔ Courchevel
Anstieg von Méribel 26,5 km, 1826 Höhenmeter, Ø 7%
Anstieg von Courchevel 32,8 km, 1886 Höhenmeter, Ø 6%
Anstieg Méribel-Altiport 7 km, 631 hm, max. 20%
Maximale Steigung Bis 20% (abschnittsweise)
Tour-de-France-Kategorie Hors Catégorie
Eröffnung Radroute 2019
Koordinaten Gipfel 45.452664° N, 6.56668° E

Wie hoch ist der Col de la Loze und welche technischen Daten hat er?

Die exakte Höhe des Col de la Loze wird in offiziellen Quellen mit 2304 Metern angegeben, wobei einige Dokumentationen auch 2305 Meter nennen. Diese Diskrepanz resultiert aus unterschiedlichen Vermessungspunkten am Passkamm. Die Position in den nördlichen französischen Alpen platziert ihn als wichtigen Übergang zwischen den Tälern der Isère und der Tarentaise.

Anstiegsprofile und Steigungsanalysen

Die Südzufahrt von Méribel über den Altiport stellt die direktere Verbindung dar. Auf 7 Kilometern überwindet diese Route 631 Höhenmeter, wobei die Steigung abschnittsweise 20 Prozent überschreitet. Die Gesamtdistanz von Moûtiers über Méribel beträgt 26,5 Kilometer bei 1826 Höhenmetern und einem Durchschnitt von 7 Prozent.

Die Nordseite von Courchevel le Praz erstreckt sich über 32,8 Kilometer und 1886 Höhenmeter. Mit durchschnittlich 6 Prozent erscheint sie weniger extrem, birgt jedoch ebenfalls Passagen mit über 11,5 Prozent Steigung. Beide Anstiege werden von Radfahrern als Hors Catégorie eingestuft, was ihre außergewöhnliche Schwierigkeit unterstreicht.

Technische Herausforderung

Die Méribel-Seite weicht mit unregelmäßigen Rampen zwischen 12 und 20 Prozent stark von konstanten Alpenanstiegen ab. Diese Variabilität erschwert die Rhythmusfindung besonders für Hobbyfahrer.

Höhenrekord der Region

Als dritthöchster Pass der Savoie nach dem Col de l’Iseran und dem Col du Galibier übertrifft der Col de la Loze zahlreiche klassische Rennstrecken der Tour de France.

Wetterabhängige Verhältnisse

Die asphaltierte Oberfläche ist hochalpinen Wetterbedingungen ausgesetzt. Bei Schneefall oder Eisglätte bleibt der Pass gesperrt, weshalb eine aktuelle Vorabprüfung unerlässlich ist.

Vergleich mit anderen Alpenpässen

Im Gegensatz zu historischen Verkehrspässen wie dem Col de la Loze entlang der Route des Grandes Alpes dient dieser ausschließlich dem Freizeitverkehr. Die Konzeption als autofreie Route unterscheidet ihn fundamental von befahrenen Gebirgspässen und ermöglicht ungestörte Abfahrten und Aufstiege ohne Motorlärm.

Ist der Col de la Loze befahrbar und wie erreicht man ihn?

Zugangswege und Startpunkte

Der Kilometer Null für beide Anstiege liegt bei Brides-les-Bains im Tal. Von hier aus führen zwei Hauptvarianten zum Gipfel. Die südliche Route durchquert Méribel und beginnt den eigentlichen Passanstieg am Méribel-Altiport. Die nördliche Variante startet in Courchevel le Praz und folgt dem Tal der Pralognan.

Für Autofahrer endet die Zufahrt an den Talstationen der jeweiligen Seilbahnen. Parkmöglichkeiten befinden sich in Méribel und Courchevel, von wo aus der Pass ausschließlich mit dem Fahrrad oder zu Fuß erreichbar ist. Die Zugangsinformationen von Courchevel bestätigen die strikte Beschränkung auf unmotorisierte Verkehrsmittel.

Saisonale Befahrbarkeit und praktische Hinweise

Die Befahrbarkeit unterliegt strengen saisonalen Grenzen. Während der Sommermonate (etwa Juni bis Oktober, wetterabhängig) öffnet sich der Pass für Rennräder, E-Bikes und Mountainbikes. Im Winter transformiert sich die Route in eine Skipiste des Trois-Vallées-Skigebiets, wodurch eine Radnutzung unmöglich wird.

E-Bikes erweitern die Zielgruppe für diese anspruchsvolle Route, da sie auch weniger trainierten Fahrern die Überwindung der extremen Steigungen ermöglichen. Dennoch erfordert die Durchfahrt Trittsicherheit und alpine Erfahrung, da die Route trotz Asphaltierung höhenalpinen Charakter besitzt.

Routenplanung und Varianten

Beliebt ist die Rundfahrt Courchevel le Praz–Méribel über 35 Kilometer mit 1050 Höhenmetern. Alternativ bietet sich die Auffahrt von Brides-les-Bains an, die auf 23 Kilometern 1700 Höhenmeter überwindet. GPS-Daten und GPX-Tracks sind über lokale Tourismusportal verfügbar und erleichtern die Navigation in der weitläufigen Berglandschaft.

Col de la Loze in der Tour de France und als touristisches Highlight

Die mythischen Etappen 2020, 2023 und 2025

Die Premiere im Tour-de-France-Programm feierte der Pass 2020 mit der Ankunft der 17. Etappe. Diese erste Befahrung etablierte ihn sofort als einen der schwierigsten Anstiege des modernen Radsports. Die unregelmäßigen Steigungsprozente und die Höhenlage ab 2000 Metern erwiesen sich als entscheidende Faktoren für Zeitunterschiede zwischen den Favoriten.

2023 führte die 17. Etappe erneut über den Col de la Loze, diesmal als finaler Anstieg vor der Zieldurchfahrt. Die Berichterstattung aus Courchevel dokumentiert diesen Durchgang als weiteren Meilenstein in der Geschichte des Passes. Für 2025 ist die Ankunft der 18. Etappe am 24. Juli geplant, die von Vif nach Courchevel führt und als “étape reine” gilt.

Vom Almweg zur Königsetappe

Die Transformation des Col de la Loze begann 2019 mit der Asphaltierung des ehemaligen Almwegs. Noch im selben Jahr fand die erste professionelle Nutzung durch die Tour de l’Avenir statt, die den Weg für die spätere Tour-de-France-Aufnahme ebnete. Das Projekt Via 3 Vallées sieht eine Rundverbindung durch das gesamte Skigebiet vor, wobei der Col de la Loze die erste realisierte Etappe darstellt. Geplante Erweiterungen umfassen den Tougnète auf 2437 Metern und die Belleville-Region.

Tour-de-France-Termin 2025

Am 24. Juli 2025 endet die 18. Etappe mit 171 Kilometern Länge auf dem Pass. Die offizielle Ankündigung der Trois Vallées bestätigt den Termin und die Streckenführung als Königsetappe.

Skipiste und Wintersportattraktion

Außerhalb der Radsaison dient der Col de la Loze als Teil des größten zusammenhängenden Skigebiets der Welt. Die Piste verbindet die Skiregionen von Méribel und Courchevel und bietet abwechslungsreiche Abfahrten mit Blick auf die umliegenden Gipfel. Diese doppelte Nutzung als Sommerradroute und Winterpiste ist in dieser Form einzigartig unter den großen Alpenpässen. Neben seiner Rolle als Skipiste und Wintersportattraktion ist der Col de la Loze auch ein wichtiger Bestandteil des Formel 1 Kalender 2025.

Wie entwickelte sich der Col de la Loze vom Almweg zum Radpass?

  1. : Asphaltierung der Strecke und Eröffnung als erste Etappe der Via 3 Vallées
  2. : Erste professionelle Nutzung durch die Tour de l’Avenir (Etappe 8)
  3. : Erste Berücksichtigung in der Tour de France (Etappe 17, Ankunft)
  4. : Zweite Tour-de-France-Befahrung in Etappe 17
  5. : Geplante Etappenankunft der Tour de France (18. Etappe, “étape reine”)

Was ist über den Col de la Loze gesichert und wo gibt es Unklarheiten?

Gesicherte Fakten

  • Höhe: 2304 Meter über Meer
  • Geografische Koordinaten: 45.452664° N, 6.56668° E
  • Status: Vollständig autofrei
  • Tour-de-France-Termine: 2020, 2023, 2025
  • Maximale Steigung: Bis zu 20 Prozent
  • Eröffnung: 2019 als Radroute

Variable oder unklare Faktoren

  • Exakte Öffnungs- und Schließungsdaten (wetterabhängig)
  • Aktuelle Schneehöhen und damit Befahrbarkeit
  • Tagesaktuelle Wetterbedingungen am Gipfel
  • Zukünftige Erweiterungen der Via 3 Vallées (Tougnète, Belleville)

Welche Bedeutung hat der Pass für den Radsport und Tourismus?

Die Entwicklung des Col de la Loze markiert einen Paradigmenwechsel im alpinen Straßenbau. Statt einer motorisierten Verbindung entstand 2019 bewusst eine Infrastruktur für sanften Tourismus. Das Projekt Via 3 Vallées soll langfristig eine Rundtour durch das gesamte Skigebiet ermöglichen, wobei der Pass als Pilotstrecke dient. Diese Konzeption hebt ihn von klassischen Berg im Bayerischen Wald – Höchster Gipfel, Liste & Wander-Tipps ab, die primär dem motorisierten oder fußläufigen Verkehr dienen.

Im professionellen Radsport etablierte sich der Pass als ultimative Herausforderung. Die Kombination aus Höhenlage, unregelmäßigen Steigungen und der extremen Maximallast von 20 Prozent klassifiziert ihn als Hors Catégorie. Fahrer müssen hier nicht nur physische Stärke, sondern auch taktisches Geschick unter Beweis stellen, da die wechselnden Gradienten keine konstante Tretfrequenz zulassen.

Für den Tourismus der Region Méribel und Courchevel eröffnet der Pass neue Möglichkeiten der ganzjährigen Nutzung. Während im Winter Skifahrer die Pisten nutzen, zieht die asphaltierte Strecke in den Sommermonaten Radfahrer aus aller Welt an. Die Panoramablicke auf den Mont Blanc und die Vanoise-Berge ergänzen das sportliche Angebot mit ästhetischem Erlebniswert.

Welche Quellen liegen den Informationen zugrunde?

Die Daten zum Col de la Loze stammen aus offiziellen Veröffentlichungen der Regionaltourismusorganisationen sowie aus sportlichen Dokumentationen der Tour de France. Spezifische technische Angaben zu Steigungen und Höhenmetern basieren auf Vermessungen durch Radfahrspezialisten und lokale Behörden.

Der Col de la Loze wurde 2019 als asphaltierte Skipiste zu einer befahrbaren Radroute umgebaut, die ausschließlich für Radfahrer und unmotorisierte Fahrzeuge reserviert ist.

Route des Grandes Alpes

Einer der schwierigsten und spektakulärsten Pässe im Tour-de-France-Programm, mit unregelmäßigen, extremen Steigungen.

Skipass Courchevel / Méribel Net

Fazit – Warum lohnt sich der Col de la Loze?

Der Col de la Loze vereint als autofreier Hochgebirgspass auf 2304 Metern Höhe sportliche Herausforderung mit nachhaltigem Tourismuskonzept. Radfahrer finden hier eine der anspruchsvollsten asphaltierten Strecken Europas, während Wintersportler die gleiche Route als Skipiste nutzen. Die wiederholte Auswahl als Tour-de-France-Zielankunft bestätigt den mythologischen Status dieses erst 2019 erschlossenen Passes. Wer die extremen Steigungen meistert, wird mit einmaligen Aussichten auf die Gipfel der französischen Alpen belohnt. Aktuelle Informationen zur Befahrbarkeit sollten vorab über lokale Quellen oder Streckenplaner wie den U-Bahn-Plan München – Linienkarte, PDF-Download und Baustellen 2025 eingeholt werden.

Häufig gestellte Fragen

Ist der Col de la Loze für Anfänger geeignet?

Nein. Die extremen Steigungen von bis zu 20 Prozent und die Höhenlage ab 2000 Metern erfordern fortgeschrittene Kondition und technische Fähigkeiten. E-Bikes können die Herausforderung abschwächen, verlangen aber dennoch Trittsicherheit.

Wann ist die beste Zeit für eine Befahrung?

Die Sommermonate Juli bis September bieten die höchste Wahrscheinlichkeit für schneefreie Verhältnisse. Exakte Öffnungszeiten variieren jährlich je nach Schneefall.

Gibt es am Gipfel Versorgungsmöglichkeiten?

Der Pass selbst verfügt über keine permanente Infrastruktur. Verpflegung muss in Méribel oder Courchevel mitgeführt oder dort vor der Auffahrt eingenommen werden.

Wie lange dauert der Aufstieg vom Méribel-Altiport?

Für trainierte Hobbyfahrer benötigt die 7-Kilometer-Strecke mit 631 Höhenmetern zwischen 45 und 90 Minuten, abhängig von der genutzten Gangschaltung und der Trittfrequenz.

Ist der Pass im Winter für Radfahrer geöffnet?

Nein. Von etwa November bis Mai dient die Strecke als Skipiste und ist für Radfahrer gesperrt. Eine Befahrung wäre wegen Schnee und Eisglätte lebensgefährlich.

Kann man den Pass mit dem Auto befahren?

Nein. Der Col de la Loze ist ausschließlich für Radfahrer, E-Bikes und Fußgänger freigegeben. Motorisierte Fahrzeuge dürfen die Strecke nicht nutzen.

Welche Ausrüstung wird empfohlen?

Witterungsfeste Kleidung für Höhenlagen, ausreichend Wasser und Nahrung, sowie ein Fahrrad mit Übersetzung für Steigungen über 20 Prozent. Rettungsweste oder Handy zur Notfallkontaktaufnahme sind ratsam.

Jonas Felix Wagner Becker

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Jonas Felix Wagner Becker

Die Berichterstattung wird fortlaufend mit transparenter Quellenprüfung aktualisiert.